Nachruf für Eddy Pinke

Maler und Menschenfreund Eddy Pinke (gelebt vom 19. Mai 1952 – 28. Juli 2024)

„Einzeln gehen sie von uns, unsere Verwandten und Freunde. Sie hinterlassen uns nicht nur Schmerz, sondern eine gemeinsame Zeit voller tröstender und schöner Erinnerungen.“ – Molla Demirel

Ein Verein wie der Kaktus Münster e.V. ist mehr als nur eine im Vereinsregister verortete Organisation. Es ist ein Zusammenschluss von gleichgesinnten Menschen, im Bestfall ein Zusammensein von Freundinnen und Freunden wie beim Kaktus Münster e.V., die durch gemeinwohlorientiertes Handeln die Welt schöner, gerechter und friedlicher machen wollen. Damit dies gelingen kann bedarf es Menschen und Kulturschaffender wie Eddy Pinke. Dieser außergewöhnliche Künstler und Freund, Ehemann, Vater und Großvater ist nun leider im Alter von 72 Jahren von uns gegangen. Was uns bleibt ist seine außergewöhnliche Kunst Licht ins Dunkel zu bringen, wo Ungerechtigkeiten sich im Schatten verbergen zu versuchen. Der Menschenfreund und künstlerischer Sozialkritiker hat den Kaktus Münster e.V. zahlreiche Jahre als Vorstandsmitglied und Freund begleitet und unterstützt. Stets war er dabei geduldig, angemessen sozialkritisch und herzlich bei der Sache. Er wusste es auf diplomatische Weise auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und auch über sein künstlerisches Schaffen hinaus für Gerechtigkeit und Frieden einzustehen. Besonders mochte und unterstützte er die Soziale Arbeit durch Kultur und Kunst z. B. in Kreativ- und Kunstprojekten für Kinder und Jugendliche bei Kaktus Münster e.V.

Bei seinen beeindruckenden Arbeiten handelt es sich stets um dynamische Ölmalereien mit einer zum Expressionismus und zur informalen Malerei orientierten Bildsprache. Seine Bilder wurden weltweit in Ländern wie Italien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Litauen, Polen und der Türkei erfolgreich ausgestellt. Weiterlesen

Nachruf: Wer war Sabrı Çakır

Sabrı Çakır wurde 1955 in Denizli, Türkei, geboren. 1974 schloss er sein Studium am Institut für Philologie der Universität Istanbul mit einem Magister-Abschluss in Deutsch ab. 1978 lernte er seine in Deutschland lebende Frau kennen, heiratete sie und kam nach Deutschland. Im Jahr 1979 begann er als Lehrer in Gelsenkirchen zu unterrichten. Er arbeitete 32 Jahre lang ununterbrochen an Grund-, Haupt- und Realschulen. Er schrieb grundlegende türkische Lehrbücher für den Türkischunterricht der Klassen 1 bis 13. Er war Mitglied der Deutschen Lehrergewerkschaft und der Europäischen Vereinigung Türkischer Schriftsteller. Er war sehr beliebt, weil er allen Kindern mit Liebe und Respekt begegnete, ohne irgendeine Nationalität zu benachteiligen oder zu bevorzugen. Er war ein aufopferungsvoller, fleißiger, ehrlicher, pflichtbewusster, sehr freundlicher und höflicher Mensch. In mehr als 40 Schulbüchern, die er vorbereitete, stellte er Hunderte von Personen aus der Kunst- und Literaturwelt vor. In all seinen Schulbüchern nahm er die Werke von Hunderten bekannter türkischstämmiger Schriftsteller wie Fakir Baykurt, Kemal Yalçın und den Münsteraner Molla Demirel auf und machte so diese Persönlichkeiten der Kunst und Literatur bei Schüler:innen und Schulen bekannt. Seine Lehrbücher gehörten zu den beliebtesten Büchern in türkischen Schulen und Studiengruppen in zahlreichen europäischen Ländern.
In seinen Gesprächen sagte er: „Ich liebe alle Sprachen, aber Türkisch, das ich zum ersten Mal am Tag meiner Geburt gehört habe, ist meine Lieblingssprache. Die erste Sprache, die ein Mensch bei seiner Geburt hört, ist seine Muttersprache. Er liebt sie sein ganzes Leben lang.“

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Voneinander lernen – Miteinander wachsen

Nach acht Wochen gemeinsamer Kaktuspower haben wir uns kürzlich von unseren Praktikant:innen Robert, Tanisha, Lorenz und Felix vom Adolph Kolping Berufskolleg verabschiedet. Wir hatten eine wunderbare Zeit mit vielen neuen Projekten und kreativen Ideen. Die vier führten unter anderem spannende Interviews, befragten für Straßenumfragen Passant:innen in Münsters Innenstadt, produzierten abwechslungsreiche Beiträge für unsere Radiosendungen und setzten außerdem ihre eigenen kreativen Projekte um. Habt ihr zum Beispiel schon unsere neuen, coolen Sticker für Kaktus und das Internationales Kinderspielzeugmuseum Münster – M. Demirel Kulturstiftung entdeckt?

Jetzt ist es wieder etwas ruhiger in unserer Redaktion geworden und wir freuen uns über neue Gesichter. Wenn ihr neugierig auf ein Praktikum bei Radio Kaktus seid, meldet euch gerne bei uns oder kommt persönlich vorbei im Verspoel 7-8. Wir freuen uns auf euch und eure Ideen.

Gleichberechtigung, aber wie?

Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen, Männern und marginalisierten Gruppen ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. 
„Es ist vollkommen klar: Wir sind mit dem Thema nicht durch“, meint Sarah Braun, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Münster, in unserem Interview des Monats. 🎤
In der Sendung dreht sich von unserem ausführlichen Gespräch, über die Song-Auswahl, einen lyrischen Part, sowie eine Buch- und Filmvorstellung diesmal alles rund um’s Thema Gerechtigkeit und Kritik an bestehenden Herrschaftsstrukturen – Eine gemeinsame Suche nach Möglichkeiten, starre Systeme aufzubrechen und neue Wege zu gehen.

Hört mal rein auf NRWision:
https://www.nrwision.de/…/polit-und-bildungsportraet…/

Was bedeutet eine gelebte Demokratie?

Was bedeutet eine gelebte Demokratie und wie können wir sie stärken? 💪 Unter dem Titel „Partizipation und Demokratie fördern“ unterstützte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Projekte, die die aktive Teilhabe der jungen Generation an Gesellschaft und Politik vorantreiben. Wir haben uns neben zahlreichen weiteren Akteur:innen der Kinder- und Jugendarbeit daran beteiligt.😊

In unserem Projekt „Mit:sprache weiterkommen!“ hatten Jugendliche aus Münster die Möglichkeit, unterschiedliche Medien wie Radio und TV als Sprachrohr für ihre Interessen zu nutzen und über selbst durchgeführte Interviews und Gesprächskreise einen niedrigschwelligen Zugang u.a. zur Kommunalpolitik zu erhalten. 🎤

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Sprache vereinfachen

Wer Kaktus kennt, kennt uns aus dem Radio & TV oder auch von unseren Workshops und Projekten. Unsere Sprachrohre sind vielfältig.🎤🎧🎬
Aber welche Zielgruppe wird durch uns eigentlich gesehen und angesprochen? Wen denken wir in unserer Arbeit vielleicht (unbewusst) nicht mit und wie können wir verhindern, dass Menschen von unseren Angeboten ausgeschlossen werden?
Diese Fragen haben wir uns bei einem Workshop mit dem F3_kollektiv gestellt und dabei einmal kritisch durchleuchtet, an welchen Stellen im (Berufs-) Alltag wir strukturell verankerte Machtverhältnisse aufbrechen können. 🤝
Dazu gehört auch Sprache. Sprache ist Macht und wir können verantwortungsvoll damit umgehen, indem wir sie vereinfachen, sodass sie inklusiver wird, mehr Zugänge und Teilhabe für alle Menschen schafft. 💬Danke an Katrin Konrad und Evelyn Linde vom F3-Kollektiv für die spannende Fortbildung!
Ihr seid auch als Multiplikator:innen im Bildungsbereich aktiv? Dann schaut doch mal auf den Seiten des Kollektivs vorbei, welche Angebote es gibt.
📷 CC BY SA F3_Kollektiv

Ressourcen für Kinder

„Die Ressourcen sind da, die Kinder können das. Sie müssen nur den Rahmen haben, um sie nutzen zu können.“ Einfach mal ausprobieren, Neues kennenlernen und selbstbestimmt lernen. Diese Philosophie verfolgt das Q.UNI Camp – das Open-Air-Wissenschaftsfestival für Kinder und Jugendliche. Jedes Jahr aufs Neue konzipieren bei Q.UNI kreative Köpfe viele verschiedene Angebote für junge Leute mit wechselnden Themenschwerpunkten. Von den Naturwissenschaften über die Geisteswissenschaften bis hin zum Handwerk werden spannende Einblicke und Mitmachmöglichkeiten geboten.
Vor dem Start des diesjährigen Camps haben wir für euch mit einigen der Organisatorinnen gesprochen und uns das Programm und die Ziele einmal genauer erklären lassen. In unserem Interkulturellen Magazin hört ihr unter anderem etwas zu einigen Neuheiten, Highlights und Sonderveranstaltungen, die uns dieses Jahr beim Q.UNI-Camp erwarten.
Hört heute Abend rein um 20:04 Uhr bei ANTENNE MÜNSTER und demnächst in unserer Mediathek von NRWision! 🎧

Unteilbare Gerechtigkeit?

Im heutigen Künstler:innenportrait sprechen wir über einen Menschen, der konsequent lebte, was er dachte und glaubte. Jemanden, der auch in Zeiten des Krieges und der Verfolgung keine Angst hatte, den Platz zwischen allen Stühlen einzunehmen.
Wenn Gerechtigkeit tatsächlich unteilbar ist, welche Schlüsse müssen wir dann für unser Leben und Handeln ziehen? Über diese Frage, die sich damals wie heute stellt, haben wir mit Dr. Michael Rainer gesprochen, erster Vorsitzender des Radio Kaktus und ehemals Cheflektor beim LIT Verlag in Münster. Er hat uns eines seiner Herzensprojekte mitgebracht, das viel Gesprächsstoff bot 📖
Hört heute Abend rein um 20:04 Uhr bei ANTENNE MÜNSTER und demnächst in unserer Mediathek von NRWision!

Sprach- & Kulturaustausch

Wir hatten Besuch vom Italienisch-Kurs des Geschwister-Scholl -Gymnasiums Münster 🌞Es gab Einblicke unter anderem in unser Jugendbegegnungsprojekt „Medien(t)räume – konstruktiv und vielfältig“. Dazu wurden schon ein paar Podcast-Ideen im Tonstudio gesammelt 🎤
Vielen Dank an Jantje Usener, die mit ihren Schüler:innen jenseits fester Lehrpläne gerne mal über den Tellerrand blickt 👏 Wir hoffen, wir konnten euch motivieren und sehen einige von euch wieder!
Das Bundesministerium des Innern und für Heimat fördert „Medien(t)räume“ aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“

Medien(t)räume – konstruktiv & vielfältig

Bei uns war Redaktionstag im Projekt „Medien(t)räume“!
Los ging es bei Radio Kaktus, wo die Projektteilnehmenden Einstiegsmöglichkeiten in einen konstruktiven Journalismus kennengelernt haben. Im Anschluss waren wir zu Besuch bei Perspective Daily und RUMS. Hier wurden unsere Fragen rund um den lokalen und konstruktiven Journalismus beantwortet. Einblicke in diese alternativen Journalismusformate aus Münster gibt’s bald in unserem Programm. Ihr wollt im Projekt mitmachen? Meldet euch bei uns!
Das Bundesministerium des Innern und für Heimat fördert „Medien(t)räume“ aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“