
Sachbeschädigungen, Beleidigungen, Drohungen und Angriffe gegenüber russlandstämmigen oder vermeintlich russlandstämmigen Menschen nehmen zu, dies stellen unter anderem die russische Botschaft in Berlin und mehrere deutsche Innenministerien seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine fest. So auch der Kaktus Münster e.V., der verstärkt Anfragen im Rahmen seiner Sozialen Arbeit erhält von Menschen, die Hassbriefe erhalten, Schüler:innen, Kinder und Jugendliche, die hier geboren sind und gemeinsam aufwachsen, die gemobbt werden und sich nicht mehr in die Schule trauen. Die Konten zahlreicher russischer Staatsbürger:innen funktionieren nicht mehr wie gewohnt. Wie sollen diese arbeitenden Menschen ihre Familien versorgen, wie ihren Kindern Essen auf den Tisch bereitstellen und ihre Miete zahlen? Wie sollen so generationsübergreifende Feindschaften und sich weiter verhärtende Vorurteile, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, abgebaut werden in Münster, in Deutschland, weltweit? Wir bedrohen Existenzen vieler schon sowieso strukturell benachteiligter Menschen. Der Krieg fügt der Armut noch mehr Armut hinzu. Und die unmittelbar vom Krieg betroffenen Kinder erhalten als Unterstützung zwei tausend Panzerfäuste aus Deutschland. Diese Panzerfäuste werden keine Blumen abfeuern, sie werden das Leid unwiderruflich vergrößern. Wir müssen humanitäre Hilfe leisten und nicht noch mehr Benzin in das Feuer schütten. Weiterlesen








