
Das Internationale Kinderspielzeugmuseum Münster (IKMünster) sorgt aktuell für Aufsehen: Mit der Initiative „Spielzeug muss ins Gefängnis!“ setzt sich das Museum für neue Räumlichkeiten im historischen JVA-Gebäude an der Gartenstraße ein. Der Grund hierfür ist, dass der aktuelle Standort am Verspoel nicht barrierefrei ist und schlichtweg nicht mehr genug Platz für die stetig wachsende Sammlung bietet.
Auf diese Entwicklung ist nun auch die Lokalpolitik aufmerksam geworden: Bürgermeisterin Angela Stähler und CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber besuchten das Museum, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des IKMünster zu machen. In Gespräch mit uns betonten beide die Bedeutung
von Kulturorten für das soziale Miteinander in einer Stadt mit Menschen aus über 160 Nationen. Stefan Weber brachte es auf den Punkt: „Ich glaube, dass Kultur immer Begeisterung zwischen Menschen schafft, ansteckt und etwas Verbindendes herstellt.“
Bürgermeisterin Stähler zeigte sich besonders angetan von der generationsübergreifenden Wirkung des Museums: „Unter einem Spielzeugmuseum habe ich zuerst etwas für Kinder vermutet – natürlich ist das auch für Kinder – aber ich finde, es ist vor allem auch ein Museum für ältere Menschen, weil so viel Geschichte dahintersteckt. Geschichten behält man viel besser, wenn man sie mit so etwas verbindet und nicht einfach nur liest.“
Damit ist das IKMünster eben mehr als eine „Kindersache“: Es bewahrt Geschichten und Schicksale hinter den Exponaten, weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten und bietet Einblicke in Spielkultur über Ländergrenzen hinaus. Im Gespräch heißt es abschließend: „Kultur ist etwas essenzielles, was immer vorangebracht und gestärkt werden muss. Man baut darüber Brücken und findet gemeinsames Interesse.“
Die Petition “Spielzeug muss ins Gefängnis” läuft weiterhin und kann online unterstützt werden. Alle Infos gibt es hier.