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Hochwertige Ausstellung"Wanderung der Farben" kann noch bis zum 21. Mai im Sozialamt besichtigt werden. Das Sozialamt Münster zeigt sich als ein neues multikulturelles Zentrum. Der Leiter des Sozialamtes, Michael Willamowski hat viel Einsatz geleistet, um aus dem Sozialamt einen vielfältigen und sozialen Kulturort entstehen zu lassen. Ergebnis ist eine Atmosphäre, in dem sich die Münsteraner und auch die Mitarbeiterauch des Sozialamtes gut fühlen.
Der Ort veranlasst zum Einatmen kultureller Momente. Michael Willamowski hat mit dieser Idee die Ausstellung im Gebäude des Sozialamtes angeregt und organisiert. In Zusammenarbeit mit dem interkulturellen Verein Kaktus Münster e.V. hat der Leiter des Sozialamtes für das Jahr 2010 ein Kunst- und Kulturprogramm entwickelt, das sich nach den sozial-kulturellen Elementen ausrichtet. Die zweite Ausstellung in diesem Jahr hat Kaktus Münster e. V. unter Titel "Wanderung der Farben" mit 5 weltweit bekanten Künstler organisiert. Entstanden ist eine sehr hochwertige Bilderausstellung. Zur Ausstellungseröffnung wurden die Gäste von der Bürgermeisterin Frau Wendela-Beate Vilhjalmsson und Dr. Michael Rainer (1.Vorsitz. Radio Kaktus) begrüßt.  Dr. Michael Rainer betont in seiner Rede: "Wir sehen in dieser Ausstellung nicht nur einfache Kunst. Sondern eine hochwertige Ausstellung von Kunstwissenschaftler. Die positive Resonanz hierauf ist deutlich zu spüren. Diese Ausstellung Erinnert mich an Verse des Autors und Geschäftsführers von Radio Kaktus, Molla Demirel. In diesen Versen sagt er: ‘Daß wir die Zukunft nicht kennen und nicht wissen, was sie uns bringt, aber Künstler können uns in ihren Werken die Möglichkeiten der Zukunft voraussagen, denn sie erleuchten unseren Weg, damit die Wissenschaften voranschreiten können. Wenn wir diese Werken der Kunstwisenschaftler tatsachlich unter diesem Aspekt betrachten, dann werden wir feststellen, was diese Werke uns voraussagen und welche Vielfalt der Realitäten sie uns darstellen. Er offenbaren sich uns alle wichtige Elemente des Lebens, epochales Wissen, die Entwicklung der Menschen und die Geheimnisse der Natur. Ästhetik, Phantastereien, Wunderliches und Wissen tragen diese hochwertige Kunst. Natürlich gibt es zwischen Wanderung der Farben und Wanderung der Menschen auch eine Ähnlichkeit. Die Farben und Menschen mischen sich, verändern sich. Die Menschen finden eine gemeinsame Farbe, einen gemeinsamen Platz." Während der gesamten Ausstellung hallten sanfte Saxophonklänge des Musikers Tobias Möllenbrin durch die Etagen des Sozialamtes und taten ihr übriges für eine wohltuende Atmosphäre. Die an der Ausstellung teilnehmenden internationalen und renomierten Künstler waren Prof. Stephan Boeder (Köln), Prof. Song Soo Ryun (Korea), Ali Zülfikar (Türkei), Prof. Rafael Campana Ochoa (Cuba). Sie bieten dem Betrachter beleuchtende Werke nicht nur für gegenwertige Erlebnisse, sondern auch für die Zukunft. Bild von Prof. Stephan Boeder (Köln)
 Prof. Stephan Boeders künstlerische Einlassungen und Themen umfassen das gesamte Spektrum der Malerei. Menschen, Landschaften, Stillleben und Allegorien. Sein Blick auf unsere Welt ist beobachtend kritisch, vorsichtig abschätzend und behutsam. Oft heftig in der Formensprache, immer mit einer Aufforderung zum Dialog mit dem Betrachter. Das Überraschungsmoment ist bei der Begegnung mit den Bildern sofort da. Manchmal sind profane Zitate enthalten wie ein Apfel in Hand (ein Erinnerung Geschichte Eva- Adem). Der Nagel von Finger wie ein Skalpell, die in der exquisiten Malweise z.B. in einer schönen Landschaft, bewusst irritieren sollen. Oft steht der Mensch im Mittelpunkt seines malerischen Schaffens. Stephan Boeder ist ein kritischer Beobachter, der sich mit unserer Gesellschaft direkt auseinander setzt, ohne den Blick für das Schöne zu verlieren. Seine Begeisterung für die Klassiker der Neuen Sachlichkeit ist deutlich spürbar, doch stammen seine Menschenbilder und Portraits unverkennbar aus unserer Zeit. Sie kommen uns bekannt vor, man versteht sie, man identifiziert sich. Der Künstler konfrontiert in seinem Werk immer wieder neu, mit einem spannungsreichen Blick auf die Wirklichkeit – und bewusst eingebauten Irritationen. Seine gestalterischen Techniken richten sich nach Motiv und Bildidee. Neben der expressiven Malweise in Acryl und Öl spielt die Zeichnung.
Bild von Ali Zülfikar (Türkei)
Ali Zülfikars Interesse an der mesopotamischen Kultur (auf die er sich immer wieder bezieht) und sein Bewusstsein für die unerschütterliche Dauer kultureller Traditionen hat zweifellos mit seiner Herkunft zu tun. Grundsätzlich bearbeitet Ali Zülfik die vier wichtigsten Elementen der Erde “ Epoche, Mensch, Natur, Wissen‘‘. Diese Themem hat er nur Wollfarben bearbeitet, selbst entwickelte pflanzliche Farbstoffe für seine Bilder. Wegen der besonders leuchtenden Farbkraft und da diese Pigmente mehr als andere Farben die Spur der Erde in sich tragen. Denn die Erdung ist ihm besonders wichtig in seiner Malerei, die den ganz gewöhnlichen Alltag der Menschen mit dem Gewicht der Jahrtausende alten Geschichte Mesopotamiens und der allem zugrunde liegenden Natur verbinden will, muss der Mensch seinen Weg finden: mit einfachen Handgriffen vom Hausbau bis zum Teekochen, begleitet von Trauer und Schmerz und auf den Flügeln grenzenloser Sehnsüchte. „Von Babylon nach Köln“, wie eines der Bilder betitelt, beschreibt nicht nur Zülfikars individuellen Lebensweg als Beispiel für die Erfahrung vieler Migranten in der Gegenwart. Zugleich ist damit die Überzeugung verbunden, dass Kultur grenzenlos ist und ein Kulturgemisch wie es vor langer Zeit in Babylon begründet wurde, von aktueller Bedeutung ist. Ganz in diesem Sinne zeigt sich, dass Zülfikars malerischer Ansatz denn auch nur auf den ersten Blick völlig in der Tradition seiner Herkunft aufgeht und Spuren der Vergangenheit. Genaueres Hinsehen macht deutlich, wie er die figürlich-folkloristischen Wurzeln der orientahischen Bildwelt mit den abstrakt-freien Elementen der modernen abendländischen Kunst verknüpft. Indem er immer wieder große Materialstücke traditioneller Kelim-Teppiche in seine Bildkompositionen einarbeitet und seine Motive (das Mädchen mit dem Besen, der Arbeiter beim Hausbau, die Frau mit der Teetasse) mit fließenden und tropfenden Farbspuren in eine bewegte Turbulenz bringt, hat er einen ganz eigen Stil entwickelt. So zeigt jedes einzelne Bild von Zülfikar, wie sehr sich in der gelebten Erfahrung die Erinnerung an den Kulturkreis, in dem man aufgewachsen ist, und aktuelle Einflüsse einander durchkreuzen. Dabei erzählt Zülfikars Kunst grundsätzlich von Menschen, ihrer Beziehung zur Natur, ihrer (zurückgelassenen) Heimat, ihrer Existenz im Spannungsfeld von Liebe und Gewalt. Seine äußerst sinnlichen, färb leuchtenden Bilder, in denen stets eine sanfte Melancholie wohnt, ist darin keine Spur folkloristisch. Viel mehr sagen sie uns einiges über das Leben in der Moderne. Sie lenken den Blick auf existentielle Fragen. Woher kommen wir? Was hoffen wir? Wonach richten wir uns in unserem Alltag? Und welche Rolle spielen Kunst, Kultur und Tradition in unserem Leben? Bild von Prof. Rafael Campana Ochoa (Cuba)
 Prof. Rafael Campana Ochoa Bilder, in Acryl auf Leinwand, spielen mit Licht und Schatten, konkreten grafischen Zeichen und Reminiszenzen. Sie sind das Ergebnis innerer Reflexionen zwischen abstraktem Expressionismus und figurativen Erscheinungen. Campanas ethische und afrikanische Wurzeln hinterlassen mit spanischem Hintergrund Kubanischer Geschichte vereint mit Kunst, einen ganz speziellen Ausdruck in seinen Bildern. In Kuba spricht man vom Schmelztopf der Kulturen, dem "Agiao cultural". der Synthese dieser Einflüsse , die die kubanische Identität ausmacht und die die immer währende Inspiration aller Künstler Kubas ist. Er hat in Abstrakta Expressionismus mit einem neuen Stiel der abgerissenen Wand zwischen Ost und West Block und auch Konflikt in Universell ebene bearbeitet. "Dies ist wieder mal ein Beispiel dafür, welch wichtige Brücke die Kunst zwischen den Kulturen sein kann", verweist Geschäfts Führer Radio Kaktus Molla Demirel mit seinen Worten auf die ausgehängten Brücken an den Wänden. Und natürlich man soll nicht zu vergessen war die eindrucksvolle musikalische Darbietung des Künstler Tobias Möllenbrinck / Saxofon Preisen
Bild von Prof. Song Soo Ryun (Korea)
 Prof. Song Soo Ryun, verwendet in seinen zeitgenössischen Gestaltungsarbeiten Methoden und Techniken, die sich selber weiter entwickeln. In den Bildern von Song Soo-Ryun widerspiegelt sich die Erinnerung der Kultur. Eine Lebensweise und Zivilisation, die längst verloren scheint, wird wieder sichtbar. Die ganze Darstellung bietet sich dem Betrachter, als sei sie seit langem unter einem Tuch verborgen geblieben. „Die Welt von Song Soo Ryun hat ein breites Spektrum. Die Weite in seinen Werken steht für Sensibilität und einer Tiefe, vergleichbar mit der Ewigkeit. Weite und Tiefe diesen beiden Begriffe stehen einander gegenüber, wie eine Welt von endloser Freiheit. Eine einfache, etwas monotone Farbharmonie, die man im ganzen Bild sehen kann, zeigt nicht nur eine Farbe, sondern „PINGDAN Beauty“ d.h. jede Art von Farbe. Je mehr wir es betrachten, je tiefer tauchen wir ein. Diese unterschiedlichen Tiefen geben uns ein Gefühl von der Unendlichkeit des Universums. Mann erinnert mit sein ein artige Technik Wasser Blumen unter Koranischen Seidenpapier Bearbeitung, Dies Arbeit man erinnert die Theorie, das sich alles Leben auf der Erde und den vier Elementen “ Luft, Wasser, Erde und Feuer” zusammen setzt, wurde von Thales von Milet (Westanatolien) aufstellt und von Aristoteles weiterentwickelt. Von der Antike bis’ zur Renaissance bildete die vier – Elemente- Theorie die Grundlage für Wissenschaft, Philosophie und Theologie. Immer wieder erscheinen und verschwinden Variationen in der Farbe, hervorgerufen durch leichte und schwere Pinselstriche und Tupfer. Die Pinselstriche werfen einen Schatten aus Emotionen des täglichen Lebens auf der einen Seite. Auf der andren Seite wiest er auf eine klassische Ausdruckweise hin, die auch in der Koyo und allgemeine Zeichnungen der Chosun Dynastie zu finden sind. Für kurze Zeit sieht man sie als Vorhang, bevor sie verschwindet. Sie hinterlassen eine Sensibilität und Reihe von Empfindungen, die uns zu einer Wanderung in das Universum führt. Bevor wir uns umgesehen haben, sind wir wiedergeboren und Eins mit der Ewigkeit des Universums. Hiermit stellt der Künstler durch seine Arbeit die philosophische Frage: „Was ist der Mensch“? Er stellt fest, dass der Mensch kein Mensch ist, sondern eine biologische Entwicklung durch die Geschichte und Kultur des Universums.
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